Budgetplanung 14-12-2025

Wie Lena mit 850 Euro im Monat auskommt

Von Friederike Bachmeier

Lena Hartmann, 22, studiert Soziologie in München und jongliert mit Nebenjob, BAföG und knappem Budget. Sie nutzt seit acht Monaten eine Methode, bei der sie ihr Einkommen in feste Prozentsätze aufteilt.

Warum sie überhaupt angefangen hat

Ihr Konto war im dritten Semester dreimal im Minus. Keine riesigen Summen, aber genug, um nachts wachzuliegen. Eine Freundin erwähnte die 50-30-20-Regel, bei der man die Hälfte für Fixkosten nutzt, 30 Prozent für persönliche Wünsche und 20 Prozent zum Sparen.

Lena passte das an: 60 Prozent ihrer 850 Euro gehen direkt auf Miete und Semesterticket. 25 Prozent bleiben für Lebensmittel und Freizeit. Die restlichen 15 Prozent landen auf einem separaten Konto als Puffer.

Was gut funktioniert

Die Aufteilung passiert automatisch am Monatsanfang. Lena richtet Daueraufträge ein, damit das Geld ohne Nachdenken auf drei verschiedene Konten wandert. Sie weiß sofort, was verfügbar ist.

Der psychologische Effekt überraschte sie am meisten. Wenn das Freizeitkonto fast leer ist, überlegt sie zweimal, ob sie wirklich ins Kino muss. Früher hat sie einfach die Karte gezückt, ohne zu wissen, wo sie finanziell steht.

Wo es hakt

Manche Monate haben unvorhergesehene Ausgaben. Ein kaputter Laptop im Oktober hat ihr komplettes System durcheinandergebracht. Sie musste vom Puffer 280 Euro nehmen und drei Monate brauchte sie, um das wieder aufzufüllen.

Außerdem schwankt ihr Einkommen vom Nebenjob. In vorlesungsfreien Zeiten arbeitet sie mehr, in Prüfungsphasen weniger. Die festen Prozentsätze passen dann nicht mehr genau.

Ich plane jetzt mit dem niedrigsten Monatseinkommen, nicht mit dem durchschnittlichen. Das fühlt sich sicherer an.

Für Studenten mit stabilem Einkommen findet Lena die Methode sinnvoll. Bei stark schwankenden Einnahmen braucht man mehr Flexibilität.

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